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Die Schlacht von Langemarck: In seinem engagiert geschriebenen, auf einer umfassenden Kenntnis der Quellen beruhenden Darstellung zeigt der Autor das wahre, hässliche Gesicht dieser Schlacht. ... Diese durch Leichtfertigkeit, Inkompetenz und einen atemberaubenden Zynismus verursachte Katastrophe stilisierte man zum Heldenstück hoch.


Kriegspropaganda und Langemarck-Mythos

 "Bluttaufe" des Deutschlandliedes (1916)

„Deutschland über alles mit seinen mächtigen Trompetenstößen kann doch kaum jemand hören, ohne einzustimmen; man läuft mit wie bei den marschierenden Soldaten, man schließt sich an, und unsichtbar marschiert der liederreiche Hüne mit dem Patriarchenbarte voran....Seine Bluttaufe aber hat das Lied im November des Jahres 1914 erhalten, als der Kriegsbericht der deutschen Heeresleitung stolz verkündete: „Westlich Langemarck brachen junge Regimenter unter dem Gesange „Deutschland, Deutschland über alles“ gegen die erste Linie der feindlichen stellungen vor und nahmen sie.“ Dabei haben sie „Deutsche Frauen“ und „Deutschen Wein“ durch „Deutsche Sitte“ und „Deutschen Mut“ ersetzt. ( Richard M. Meyer , 1916)

 Sieg über eine Welt von Gegnern (1916)

Der Wille zur Einigkeit, einst Traum der Dichter, ist in den Augusttagen 1914 mit der Unwiderstehlichkeit einer Naturgewalt hereingebrochen. Wesen und Wert des Deutschtums sind heute erkannt wie noch nie. In viel weiterem Umfange und tieferen Sinne empfinden wir heute daher den Inhalt des Liedes „Deutschland über alles.“ Es war im August 1914 das Weihelied der tausende, die dem deutschen Volke und Vaterlande vor dem Berliner Bismarksdenkmale fromm huldigten, war der Schlachtgesang unserer todesmutigen Jungmannschaft bei Langemarck. Durch den heurigen Krieg ist dieses Lied der Deutschen zum vaterländischen Hochgesang unserer Feldgrauen darußen und der im Bürgerkleide heimgebliebenen, ist das gläubige Bekenntnis zum Deutschtum geworden. Es gehört zu den unwägbaren Kräften, die heute und immer in unserem Volke wirken, die ihm jene Begeisterung sichern, welche den Sieg über eine Welt von Gegnern verspricht.

 Lied vom Tod der jungen Kriegsfreiwilligen vor Ypern (Juli 1916 (Lied über Langemarckschlacht))

Wir haben ein Grab gegraben
für lauter junge Knaben
ist jeder noch ein Kind
ist  jeder noch ein Kind

 Du an deinem Hammer und ich auf meinem Thron (11. September 1918)

„Jeder von uns bekommt von oben seine Aufgabe zugeteilt. Du an deinem Hammer, du an deiner Drehbank und ich auf meinem Thron."

 Langemarck-Gedenkfeier in Berlin (1919)

Ehemalige Angehörige des XXVII. Reservekorps veranstalten in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche eine Langemarck-Gedenkfeier.

 Der Mantel (14.12.1919 - von Kurt Tucholsky)

Gegenüber von mir, in der Elektrischen Bahn, sitzt eine Frau mit einem dicken, feldgrauen Mantel. Das Tuch ist an manchen Stellen merkwürdig dunkel, an manchen heller – es ist kein sehr feiner Mantel mehr. Und wie sie da so sitzt, muß ich auf einmal daran denken, was dieser Mantel schon alles gesehen hat.

62 Beiträge zu
Kriegspropaganda und Langemarck-Mythos
(11 Seiten, 6 pro Seite)

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