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Die Schlacht von Langemarck: In seinem engagiert geschriebenen, auf einer umfassenden Kenntnis der Quellen beruhenden Darstellung zeigt der Autor das wahre, hässliche Gesicht dieser Schlacht. ... Diese durch Leichtfertigkeit, Inkompetenz und einen atemberaubenden Zynismus verursachte Katastrophe stilisierte man zum Heldenstück hoch.


Kriegspropaganda und Langemarck-Mythos

 Ausbau des Soldatenfriedhofs Langemarck-West (1928)

Der Todeskult politisierte sich endgültig, als man kurz vor dem Ende der Weimarer Republik den Soldatenfriedhof in Flandern auf Anregung der Deutschen Studentenschaft in eine veritable Totenburg umgestaltete. Zur Finanzierung wurde die Langemarck-Spende gegründet.

 Langemarck-Feiern an allen deutschen Hochschulen (11. November 1928)

Seit 1928 führte die Deutsche Studentenschaft am 11. November an allen deutschen Hochschulen Langemarck-Feiern durch. Die zentrale Reichsfeier fand jedes Jahr in Berlin statt.

 Langemarck-Mythos wird von den Nazis aufgegriffen (Ende der zwanziger Jahre)

Die NSDAP versuchte vorrangig durch das Aufgreifen des Langemarck-Mythos, die gebildete Jugend für sich zu gewinnen. Dahinter steckte der Gedanke, dass nichts lebendiger sei als die Toten des Ersten Weltkriegs und dass ihre Taten mit der allzeit zum Kampf bereiten neuen Jugend fortgesetzt werden müssten.

 Woher der Name Langemarck kommt (1929)

1914 stand im deutschen Heeresbericht: Kriegsfreiwilligenregimenter stürmten mit prachtvollem Schwung unter Gesang von "Deutschland, Deutschland über alles" (bei Ypern bzw. Langemarck) - Man kann sagen, bis heute leben die Völkischen von diese Tatsache. Aber schon damals hatte ich meine Zweifel. Wenn man mal so einen Sturm mitgemacht hat, und da soll man sich vorstellen, daß die gesungen haben? Wie denn gesungen? Während sie vorrannten gegen ratternde Maschinengewehre? Außer Atem singen? Oder während sie auf dem Bauch liegen und schössen, mit dem Gefühl: wenn ich dich nicht totschieße, schießt du mich tot!

 Fertigstellung des Soldatenfriedhofs Langemarck-West (10. Juli 1932)

Fertigstellung des Soldatenfriedhofs Langemarck-West Anlässlich der Einweihung des Friedhofs fanden im gesamten Deutschen Reich Gedenkfeiern statt.

 Opfermythos im Dritten Reich (9. November 1933)

 Am 9. November 1933 wurde gleichzeitig in mehreren Städten, darunter in Dresden , Bremen , Kassel und Darmstadt , das heroisierende Drama " Jugend von Langemarck " des Bonner Schriftstellers Heinrich Zerkaulen uraufgeführt. Die Begeisterung der Nationalsozialisten für diesen historischen Stoff kann man ansonsten daran ermessen, dass im Herbst 1933 noch zwei weitere Langemarck-Schauspiele (von Edgar Kahn und Max Geißler-Monato ) ihre Premiere feierten. Viele Strassen und Plätze wurden nach den 2000 vermeintlichen Helden von Langemarck benannt.

62 Beiträge zu
Kriegspropaganda und Langemarck-Mythos
(11 Seiten, 6 pro Seite)

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